Best of Schnaps 2013

Best of Schnaps 2013 /  Die Siegerbrände 

RANKING_Best of Schnaps_2013

++Die TOP-TEN_Schnapsbrenner

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Fotos by © Kurt-Micheal Westermann

ALTE MEISTER, REIFE SCHNÄPSE

Hermann Botolen und Vene Maier haben für VINARIA die Top-Schnäpse des Jahres 2013 verkostet, beschrieben und bewertet

Text: Vene Maier / Fotos: Kurt-Michael Westermann 

Okay. Wir werden damit zurecht kommen. Es ist jetzt trüb, Nebel und Nieselregen sind unsere Begleiter. Also suchen wir Trost: gute Nachrichten (die Nebel werden sich lichten), gute Aussichten (Sonne und Schnee werden kommen), gute Drinks werden wir uns einschenken – wir brauchen jetzt mehr denn je das Wärmende, das Gehaltvolle, das, was uns gute Laune macht. Guten Schnaps zum Beispiel. Und Sie haben Glück: Wir haben guten Schnaps, und davon handelt auch der Beitrag, den Sie auf den folgenden Seiten lesen können.

Im Leben eines Schnapskritikers – respektive jener beiden, die alljährlich das „Best of Schnaps“-Ranking für VINARIA erstellen (Foto unten) – gibt es auch schöne Momente. Einmal ist es ein besonderer, herausragender Brand, dann ist es eine geglückte Kombination von mehreren Obstsorten (auch der gute alte Obstler kommt immer wieder zu neuen Ehren), und generell ist es das allgemeine und auf hohem Level stabilisierte Niveau heimischer Obstbrände. In den letzten Jahren kommt noch ein Umstand dazu, der sich erst in den Dimensionen von Raum und Zeit entwickeln konnte – der gereifte Schnaps.

Vene Maier / Hermann Botolen/ Foto: ©Kurt-Michael Westermann

Anhand unseres diesjährigen „Schnaps des Jahres“, der XA-Vogelbeere aus dem Jahrgang 1997, destilliert vom Steirer Alois Gölles, sowie am Ranking der Raritäten-Brände mit den beiden fassgelagerten Obstbränden vom Salzburger Guglhof und der deutschen Destillerie Ziegler, lässt sich diese positive Entwicklung bestens darstellen. Mit diesen gereiften Schnäpsen – sowohl im Glas als auch im Fass gelagert – befinden wir uns mitten im Bereich der internationalen Top-Spirits. Jetzt ist ein Vogelbeerschnaps zwar weltweit weithin unbekannt und auch die fassgelagerten Brände aus Apfel und Birne dürfen noch auf Bekanntheitsgewinn hoffen, aber an der Qualität aller drei ist nicht zu rütteln. Eher im Gegenteil: Inhaltlich haben es viele berühmte Marken – egal ob im Bereich Cognac, Rum oder Whisky – schwer, dagegen zu bestehen. Und das übrigens ganz abgesehen vom Preis, der sich im Vergleich zu vielen hochgepimten und hochbezahlten Marken wie ein extraordinäres Schnäppchen anfühlt.

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Schnaps gehört zu diesem Land quasi wie die Lederhose zum Schuhplattler. Oder das Dirndl zum neuen Landleben. Altmodisch zwar, aber altmodisch ist das neue Chic. Zumal, wenn es sich so präsentiert wie die neuen Schnäpse – klarer Inhalt, reife Form, gekonnt verarbeitet von Fachleuten der Destillation, wie wir sie hier bei uns in einer Zahl haben, um die uns andere Länder beneiden können.

Aber: andere Länder, andere (Trink)Gewohnheiten. Dennoch – auch wenn der echte Schnaps nicht der Renner im internationalen Spirits-Geschäft ist – kommt der Schnaps aus “A“ weltweit gut an. Davon zeugen die Bars zwischen Los Angeles und Hongkong und die Regale von Berlin bis Mailand – weltweit sind die Edelbrände aus Österreich in den besten Häusern und den gut sortierten Delikatessengeschäften vertreten.

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Die national und international führenden Marken tragen jene Namen, die auch das Ranking von VINARIA anführen. Der „Pfau“ aus Klagenfurt ist erst jüngst in den Berliner Genusstempel KaDeWe eingestiegen, dort selbst stehen auch die Brände von Ziegler, der Dallmayr in München ist schon längst mit Rochelt und Reisetbauer bestückt, Guglhof  steht in der 1. Class der Lufthansa ebenso wie beim Meinl am Graben, Gölles ist in allen guten – und auch den weniger bekannten und dennoch guten – Restaurants des Landes und in den Regalen der Top-Fachgeschäfte zu finden. Gutes Zeichen: Auch Großkauf- bzw. Großversandhäuser haben echte Schnäpse mittlerweile im Angebot, und diese Entwicklung setzt sich auf einem stabilen Niveau fort.

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An der Spitze des diesjährigen VINARIA-Schnaps-Rankings steht nicht umsonst einer der Traditionsbetriebe des Landes, der Guglhof aus Hallein. Etwaige Fragen nach dem Warum und Wieso sind rein rethorischer Natur, weil die Antworten so klar sind wie ein hochalpiner Gebirgsbach: Durchgehend hohe bis höchste Qualität, eine lange Tradition, eine berauschende Tiefe und eine beeindruckende Reife zeichnen quasi alle Produkte aus der Edelschnapspalette des Halleiner Hauses aus. Hier stimmt die alte dialektische Erkenntnis, dass es auch einer gewissen Quantität bedarf, um eine neue und höhere Stufe der Qualität zu erreichen. Nachdem Anton und Christoph Vogl den Titel „Brenner des Jahres“ auch schon vor drei Jahren für sich in Anspruch nehmen durften, dürfen wir zur heurigen Auszeichnung quasi doppelt, jedenfalls mit der Überzeugung gratulieren, dass in Hallein zwei große Meister die Kunst des Schnapsbrennens ausüben – und uns in der Gewissheit wiegen, dass aus der Davisstraße weiterhin edelste Brände nicht nur aus den Früchten des Landes destilliert werden, sondern in Zukunft auch Spirits internationalen Zuschnitts kommen werden. Top!

Auf dem besten Weg, sich als ein weiterer Top-Schnapsbrenner aus “A“ zu etablieren, ist ein junger Mann namens Franz Ratzinger aus Schwanenstadt, seines Zeichens Brennmeister (und Schwiegersohn) im „Humergut“, der Edelbrandschmiede des im heurigen Frühsommer verstorbenen Ferdinand Parzmair. Nachdem Ratzinger schon im vergangenen Jahr ein Überraschungserfolg gelungen ist, hat er sich heuer fast ganz an die Spitze gesetzt: Nur die geringere Anzahl an „Stockerlplätzen“ hat die Brennerei Parzmair am Sprung auf die oberste Treppenstufe gehindert. Aber nachdem die Hofübergabe von Ferdinand Parzmair an den Schwiegersohn so toll funktioniert hat, steht einem weiteren Erfolgsweg dieses Familienbetriebs nichts im Wege. Und Franz Ratzinger ist entsprechend motiviert: Investitionen in die Obstqualität, neue Produktionsstätten und neue Verkaufsflächen geben ein anschauliches Bild des zukünftigen Weges.

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Wir haben, sozusagen als Dritte im Bunde, zwei der großen Pioniere in Sachen Edelschnaps auf dem Stockerl: Alois Gölles und Hans Reisetbauer. Beide gehen seit Beginn der neuen Schnapsära einen gemeinsamen Weg mit dem einen Ziel: Den Schnaps zu edeln und der Welt zu demonstrieren, dass wir in diesem kleinen Land, das nie (Fussball)Weltmeister wird, doch einiges zu bieten haben. Und sei es nur, das Stamperl zu heben und „Wohl bekomm’s“ zu wünschen. Wir als Verkoster gehen jedenfalls mit nicht unbeträchtlichem Stolz ans Werk des Schnapstrinkens, wenn wir auf funkelnde Juwelen wie die Brände von Gölles und Reisetbauer stoßen. Da geht uns regelrecht der Gaumen auf und es juckt in den Fingern, gleich mal zur Höchstnote zu greifen. Leider werden wir innerredaktionell daran gehindert, allen tollen Schnäpsen die Höchstnote zu geben, aber – da hat unser Redakteur ja eh recht – das glaubt uns dann keiner. Darum stapeln wir nach Maßgabe unserer Eindrücke möglichst tief – damit Alois Gölles und Hans Reisetbauer nicht in die Sphären des Stratosphärischen gelangen – und dann ganz ohne Raumkapsel wieder zurück auf die Erde müssen.

Nein, wir bleiben hier auf unserem Grund und Boden und genießen wieder mal einen „Schnaps des Jahres“ – diesmal die schon erwähnte XA-Vogelbeere vom Meister Gölles aus dem Jahre 1997! Chapeau, Chapeau!

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Brennerei Rochelt: Dem perfekten Schnaps auf der Spur

Wie der Meister, so sein Nachfolger: 
Alexander Rainer, seit dem Tod von Günter Rochelt Chef der (welt)berühmten Brennerei aus Fritzens in Tirol, ist kein Freund plakativer PR. Er, Rainer, und wir, die Verkoster, schätzen uns zwar glücklich und zufrieden, die Rocheltschen Edelschnäpse verkosten (und beschreiben) zu dürfen, aber wir nehmen dabei Rücksicht auf den Wunsch des Chefbrenners: Rochelt-Schnäpse sind zwar auch nur Schnäpse, aber dennoch nicht so ohne weiteres vergleichbar.

Alexander Rainer bei der Marillenernte

Alexander Rainer bei der Marillenernte

Es war schon eine besondere Stunde, als der in Schnapsbrenner- kreisen legendäre Karl-Hubert Gasser (1950-2011) einen Schnaps vorstellte, derbis dahin einzigartig war und es als frühes Meisterwerk auch geblieben ist. Gassers Williams 1991 hat auf alle bis dahin destillierte Obstbrände einen Schatten geworfen. Einen Schatten des handwerklich nicht perfekt gemachten Schnapses. Das hat auch Günter Rochelt so anerkannt und sich durch beharrliche und immer nach Perfektion strebende Arbeit daran gemacht, dieses Prädikat nicht nur in einem einmaligen Werk zu erzielen, er hat dieses Ziel zur Basis seiner gesamten Profession erkoren.

Nach dem Tod dieser großen Männer der Schnapsbranche hält Alexander Rainer deren Spur und führt seit seinem Eintritt in die Schnapsbrennerei die Suche nach dem perfekten Obstbrand weiter. Auch wenn die Voraussetzungen extrem positiv waren, dürfen nicht nur einfach die alten Wege kopiert und das Erbe geschickt verwaltet werden, sondern es bedarf natürlich eines eigenen und besonderen Könnens, dass diese inhaltlichen Qualitäten nochmals gesteigert werden. Soviel dürfen wir nach den vielen Jahren, die wir die Rocheltschen Schnäpse verkostet haben, ohne Übertreibung feststellen: Rainer ist es gelungen, die weltberühmten Schnäpse aus der Brennerei Rochelt nochmals zu verbessern und zu neuen und außergewöhnlichen Höhen zu führen.

Fast so aufregend wie Lachs fischen in Kamtschatka waren und sind die Expeditionen von Rochelt und Rainer, wenn sie auf die Suche nach dem perfekten Obst gehen. Die Vogelbeeren kommen aus dem Norden Finnlands, wo sie hart an der Grenze der Botanik wachsen, die Orangen und Muskattrauben werden in Sizilien geerntet, wenn sie den optimalen Reifegrad erreicht haben, die Ribisel und die Weichsel holt sich Rainer heute noch persönlich aus der Steiermark, bei der Holunderernte ist er vor Ort in der Thermenregion und die Marillenernte geht schon seit vielen Jahren bei ausgewählten Betrieben in der Wachau über die Bühne. Wurde Rochelt zu seiner Zeit noch nicht ganz ernst genommen, wenn er direkt bei den Bauern seine Marillen einmaischte, so ist dies heute schon ein ganz üblicher Vorgang. Aber Pionierleistungen müssen erst einmal erbracht werden, bevor sie als solche überhaupt wahrgenommen werden.

Weitere Kennzeichen und Voraussetzungen für perfekte Schnäpse: Ein komplett ausgerüstetes eigenes Labor steht für allgemein chemische und spezifisch gaschromatographische Untersuchungen zur Verfügung. Hier werden die Rocheltschen Schnäpse analysiert und die Stärken und die Schwächen jeder Charge untersucht. Temperaturgesteuerte Vergärung sind bei professionellen Weingütern und Schnapsbrennereien mittlerweile state of the art, aber nicht jede Destillerie verfügt über gekühlte Maischräume mit unterschiedlichen Kältezonen, in denen dann mit der jeweiligen Fruchtmaische nochmals spezifisch, quasi individuell gearbeitet werden kann. Doppelt gebrannt ist auch nicht immer nur doppelt gebrannt, sondern heißt bei Alexander Rainer, den Rauhbrand noch höher zu nehmen und den Feinbrand noch langsamer und gefühlvoller zu destillieren.

Ein weiterer spezifischer Vorteil ist das große und gut gefüllte Schnapslager. Erstens, weil sich Alexander Rainer dadurch Ernteausfälle „leisten“ kann und in bestimmten Jahren, wenn das Obst nicht optimal für die Destillation geeignet ist, eben keine Ernte eingebracht wird. Zweitens: Das Schnaps-Lager ist bei Rochelt eigentlich der wahre Wert. Hier liegen die Schnäpse hochprozentig in 50-Liter-Ballons und reifen Jahr für Jahr, verlieren dabei Alkohol (Anteil der Engel) und verestern zu einem Schnaps, wie ihn eben nur Rochelt in die Flasche bringt – nämlich mit so wenig Wasser wie nötig, und dann noch in einer Stärke von 50 oder mehr Volumsprozent. Das machte schon Günter Rochelt keiner nach und das macht auch niemand so, wie es Alexander Rainer heutzutage macht (weil es eben nicht einfach um die %vol geht, die auf dem Etikett stehen). Das drückt sich im Ergebnis unserer Verkostungen dann so aus: Von 21 Schnäpsen, die bei Rochelt derzeit im Angebot stehen, haben alle die Marke von 18 BrandNews-Punkten erreicht und über die Hälfte davon sogar die 19-Punkte-Marke. Viel besser geht’s nicht, nur durch viel Feingefühl, durch optimales Obst und ausreichende Reifezeit kann ein solches Ergebnis erzielt werden.

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       Best of Brennerei Rochelt

20,00  Wachauer Marille  2007  50%  ***** / Schnaps des Jahres 2012

Tiefe, deutliche Frucht, fest, geschlossen, kräftiger Charakter, hochkonzentriert, reifes Material; kräuterwürzig, Minze, Zitrus; reife und süße Frucht am Gaumen, komplex und dicht, viel Tiefgang, fette, saftige Textur; Marille in ihrer reinsten Form, dicht, komplex, tolles Volumen, lang und süffig. Weltklasse!; im Abgang sehr typischer und schöner Fruchtton, dicht und kompakt. Schon jetzt ein Höhepunkt, dennoch enorm viel Potential.

20,00   Waldhimbeere  2008    50%   ***** / Schnaps des Jahres 2011

Klare, präsize Frucht, sehr reif und saftig, kernig, grossartige, klassische Nase, ganz typische Nuancen; sehr druckvoll mit klarem Charakter und präzisem Fruchtausdruck, würzig und kernig, toller Druck am Gaumen, fleischig und dicht; eine unglaubliche Fruchexplosion am Gaumen! Je länger desto besser, retronasal und voll Umami. Der reine himbeerige Wahnsinn!

19,75   Basler Kirsche  2005    50 %    *****

Kompakte, sensationelle Nase, reife, saftige Kirsche, rund, dunkelrot, rauchig, feine Anklänge an Mandel und Marzipan; volles Volumen, herrliche Frucht, druckvoll mit saftigem Extrakt, reifer, saftiger Schmelz, sehr komplex und dicht, sehr schöne Würzigkeit; tolle Intensität und Geschmacksvielfalt, sehr reife Komponenten, dicht, konzentriert, voluminös. TOP!

19,75   Wilde Vogelbeere  2003     52 %   *****

Grossartige Nase mit klassischer Frucht, WARM, dicht und saftig; sehr schöner Körper, dichte Struktur und würzige Textur, hochkonzentriert, reif, mit Biss und Druck, saftig, intensiv, weich, rund und mild zugleich; altersmilde Harmonie im Abgang, wunderbare Länge, perfekte Balance, saftiger Schmelz, grosser Auftritt. WELTKLASSE!

19,50    Orange  2006     60 %     *****

Großes Theater in der Nase und am Gaumen, schön und klassisch, sehr typisch; frische Zesten mit Anklängen an Bitterorange, würzige Nase, höchste aromatische Ausformung, klare und sehr fruchtige Typizität; sehr anregende und erfrischende Komponenten am Gaumen, elegante, klare Struktur, gräbt sich tief in die Papillen, ideal für Mundhygiene in tropischen Gegenden (aber auch auf der Skihütte!). Insgesamt ein fruchtig-würziges Vergnügen.

19,50    Quitte   2004       50 %     *****

Klare, schöne Frucht, sehr deutliche, kompakte Aromen, rauchig und ledrig, warm und reif in der Nase; intensiv und sehr schöne, quasi perfekte Fortsetzung am Gaumen, tolle Frucht in perfekter Klarheit, rund, rauchig und feurig, dennoch sehr elegant und nuanciert; rundum nahezu perfekt, am Höhepunkt.

19,35    Weichsel   2005      50 %       *****

Kirschig-weiche Nase, feine Mandelnote, zarter Bitterton, frisch und dezent wildfruchtig; am Gaumen würziger Bitterton, schön eingebundener Steinton, fleischig und komplex, Aromen von Mandel und wilden Kräutern, etwas grüne Reflexe, nussig, dicht, saftig, fleischig, wunderbare Aromatik, präziser Fruchtausdruck! Superb!; rassiger Abgang, kein Schmeichler, aber herzlich und langanhaltend.

19,25   Kriecherl   2006     50 %    *****

Feine klassische Nase, duftig, schöner Steinton, warme, blaufruchtige Nase, weich, würzig, reif; viel Stoffigkeit am Gaumen, schönes Volumen, präzise Frucht, herzhaft, harmonisch, gute Balance, zupackend, kernig und würzig; wilder, kraftvoller Charakter, toller Abgang, insgesamt starker Auftritt, noch Potential.

19,25    Mirabelle   2006     50 %      *****

Schöne Nase, typisch, sehr gelbfruchtig, duftig und klar, saftige Note; fruchtig und typisch am Gaumen, rassig und charaktervoll, weich, stilsicher, heller, klarer Charakter, fein balanciert, dichte, saftige Textur, ausgewogener Körper; insgesamt sehr präzise, würzig, tolle Stilistik.

19,00   Der Inntaler   2006      50 %     *****

Sehr homogene Nase, vielschichtig, differenziert, attraktiv, Birne und Himbeere sehr deutlich, blumige Akzente; saftige Textur am Gaumen, sehr würzig, Quitte präsent, kräftig, dicht, stoffig; feine Balance, gute Struktur, sehr viel Druck, saftig und sehr feinfruchtig; bleibt sehr lange liegen, anhaltende Präsenz, reichlich Potential.

19,00    Kasteler  2003      50 %      *****

Volle tolle Aromen, herbfruchtig, wilde Note, dazu Bitterschoko, rassig; schön gelungene Kombination mit feiner Balance, saftige die Birne, herbfruchtig die Vogelbeere, schon eingebettet in einer würzigen Prunusfrucht; präzise im Ausdruck, vielschichtig und harmonisch; sehr schön im Abgang, anhaltend, abgerundet mit einer erdigen Wurzelnote.